Bericht des Mannheimer Morgen zu unserer Jahreshauptversammlung am 19.03.18

WALLSTADT GENERATIONSWECHSEL BEI DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR / JUGENDARBEIT WIRD VERSTÄRKT

Neue Kindergruppe geplant

Die neue Führungsspitze bei der Freiwilligen Feuerwehr Wallstadt: v.l. Kommandant Sven Wollschläger, seit einem Jahr im Amt, und der neue Stellvertreter Patrick Lenz vor einem der derzeit drei Fahrzeuge der Abteilung. © Prosswitz

Nun ist der Generationswechsel endgültig vollzogen: Nachdem vor einem Jahr Sven Wollschläger die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Wallstadt antrat, ist jetzt auch Patrick Lenz als neuer stellvertretender Kommandant im Amt. Der 32-jährige Papiertechnologe bei Essity, der dort auch in der Werkfeuerwehr tätig ist, folgt Enrico Starck, der nach elf Jahren nicht mehr kandidiert hatte.

„Herzlichen Dank für Ihr Engagement – ich weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt“, dankte Bernhard Kunkel, stellvertretender Kommandant der Mannheimer Feuerwehr, Starck für seinen langjährigen Einsatz. „Ich hoffe, dass Du uns weiter tatkräftig erhalten bleibst“, betonte Wollschläger, der vor einem Jahr die Nachfolge von Heiko Sohn angetreten hatte. Und tatsächlich: Enrico Starck wird, neben seinem Amt als Kassenwart der Mannheimer Jugendfeuerwehr, sich als Nachfolger von Lenz um die Koordination der Ausbildungsaktivitäten der Wallstadter Feuerwehr kümmern.

Die derzeit 35 aktiven Wehrleute haben im vergangenen Jahr 4952 Stunden ehrenamtlich Dienst geleistet. Dazu zählen Ausbildung, Gerätewartung und das Engagement in den Stadtteilen, etwa bei der Kerwe, dem Martins- und dem Sommertagszug sowie der Glühweinwanderung am Vogelstangsee.

403 Stunden entfielen aber auf echte Einsätze zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr, davon Alarmierungen zu 32 Bränden und 16 zu Technischen Hilfeleistungen. Weil es keine großen Unwetter gab, sind das zwar etwas weniger Einsätze als im Vorjahr (60), „aber wir haben eine konstant hohe Alarmierungsdichte“, sagte Wollschläger, „und das ist auch gut, weil es die Routine und damit die Sicherheit erhöht“, erklärte er. Meist rücken die Wehrleute innerhalb der Gemarkung aus, für die sie zuständig sind – also Wallstadt und Vogelstang, teils aber auch auf die Autobahn oder in die Innenstadt. Dabei seien sie in ihren Stadtteilen meist schneller da als das Verstärkungsfahrzeug der Berufsfeuerwehr, hob Wollschläger hervor.

Ärger über Container

Bei den im Juni vergangenen Jahres aufgestellten Containern zur Erweiterung des Gerätehauses gibt es immer noch Probleme. „Bis heute sind nicht alle Punkte abgearbeitet“, beklagte Wollschläger mit Blick auf die Mängelliste. Die Wallstadter Wehr lege auch großen Wert darauf, dass die Container ein Provisorium sind, „und das sollen sie auch bleiben – ein Neubau ist unser Ziel“, bekräftigte der Kommandant.

„Es ist kein Endzustand, der befriedigend sein kann“, räumte Bernhard Kunkel im Namen der Amtsleitung ein. Die Container seien nur „als Erleichterung der momentanen Raumsituation“ gedacht. Er empfahl aber einen „Dialog mit der Nachbarwehr“, sprich Feudenheim, „ob man sich vorstellen kann, ein gemeinsames Projekt zu machen, das würde dem Thema bei der Politik mehr Gewicht geben“, meinte er. Doch an dieser Stelle erntete Kunkel deutlich ablehnendes Zischen aus den Reihen der Mannschaft. . .

Zuvor hatte Kunkel den Wallstadtern ausdrücklich für ihr großes Engagement gedankt. Die Freiwillige Feuerwehr sei nicht nur „eine wertvolle Unterstützung der Berufsfeuerwehr“. Die Ehrenamtlichen leisteten auch einen „wichtigen Beitrag für die Gesellschaft“, wobei er besonders die Jugendarbeit hervorhob.

So konnte Jugendwart Benjamin Gallier nicht nur von 15 aktiven Mitgliedern der Jugendfeuerwehre berichten. Nach den Sommerferien wird in Wallstadt – nach Rheinau und Innenstadt – auch die dritte Gruppe der Mannheimer Kinderfeuerwehr gegründet. Sie wendet sich an Sechs- bis Zehnjährige, wird sich alle drei Wochen mittwochs um 17.30 Uhr treffen und „das ganze Thema spielerisch angehen“, so Nadine Krenz. Die Käfertalerin unterrichtet an der Landesfeuerwehrschule Bruchsal, ist Fachberaterin der Mannheimer Feuerwehr für die Kindergruppenarbeit und wollte auch eine Gruppe selbst übernehmen – in Wallstadt.

Thomas Näther, der neue Beauftragte der Berufsfeuerwehr für die Ehrenamtlichen, sagte ihnen eine „noch stärkere Einsatzeinbindung zu“. „Ich weiß, dass das ein sinnvoller und wichtiger Motivationsfaktor ist“, erklärte er. So ist im Gespräch, dass die Wallstadter die Spezialaufgabe übernehmen, an Einsatzstellen womöglich mit Schadstoffen belastetes Löschwasser aufzufangen.

Quellen: Text: © Mannheimer Morgen, Freitag, 23.03.2018

              Bild: © Prosswitz

Kontakt zur Kindergruppe unter: loeschloewen@ff-wallstadt.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.