Bericht des Mannheimer Morgen über unseren Kameraden Marcus Tresch

Unser Kamerad Marcus Tresch ist neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit bei der Mannheimer Berufsfeuerwehr auch noch privat in der freiwilligen Feuerwehr der Abteilung Wallstadt aktiv. Der Mannheimer Morgen gibt in seinem Bericht einen kleinen Einblick in seine hauptamtliche Tätigkeit:

Sinnvolles Warten

Kurz vor 12 Uhr kommt er gerade zurück. Ein Brandmelder in einem Hotel ging los, es ist nichts passiert – aber man weiß es ja nie, also muss ein ganzer Löschzug hin. Nun hat Feuerwehrmann Marcus Tresch Pause. Die dauert von 12 bis 13 Uhr, theoretisch. Wenn nichts passiert. Manche Kollegen nehmen das Essen ein, das die SCA-Kantine kocht, ihm reichen heute belegte Brötchen. Dann geht es wieder zurück in die Atemschutzwerkstatt in der Feuerwache Mitte auf dem Lindenhof. Tresch wartet die Atemschutzgeräte, füllt die Flaschen mit Pressluft, prüft sie, belädt die Fahrzeuge. „Wir haben ständig zu tun“, betont der 32-Jährige. Niemand bei der Feuerwehr wartet, bis es brennt. Wartung, Reparaturen, Übungen, Verwaltung, Vorbeugung, Begutachtung von Bauplänen unter Brandschutzgesichtspunkten – die Zeit ist gefüllt, jeder auf ein Aufgabengebiet spezialisiert. Tresch, gelernter Elektroniker, zählt zur Besatzung des Löschzugs, rückt zusätzlich auch als Taucher aus und arbeitet eben in der Atemschutzwerkstatt. Wenn der Gong ertönt, der einen Alarm anzeigt, muss jeder sofort alles liegenlassen und zum Fahrzeug rennen. „Richtig aufgeregt ist man nur am Anfang“, so Tresch, der seit sechs Jahren der Berufsfeuerwehr angehört: „Ich erschrecke nicht mehr.“ Aber in weniger als einer Minute muss der Löschzug vom Hof abrücken, da zählt jede Sekunde, muss man blitzschnell aus der Arbeitsroutine oder Ruhephase raus, weg und dann 100 Prozent geben, um Menschen zu retten. „Man ist schon angespannt, hört aufmerksam auf das Alarmstichwort, damit man weiß, was einen erwartet“, so Tresch. pwr
© Mannheimer Morgen, Freitag, 08.05.2015 

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