Ein Fahrzeug als Dankeschön

Es war schon im Hochwassereinsatz, als die Wallstadter Feuerwehrleute in Lampertheim Sandsäcke schleppten – aber erst jetzt wurde es ihnen offiziell übergeben: das neue Mehrzweckfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Wallstadt, dessen Präsentation im Mittelpunkt des Tags der offenen Tür stand.
"Sie haben es echt verdient", sagte Erster Bürgermeister Christian Specht über die 50 000 Euro teure Neuanschaffung, aber auch das Engagement der Truppe um Kommandant Heiko Sohn und seinen Stellvertreter Enrico Starck. Specht dankte den 39 Wallstadter Feuerwehrleuten für "ständige Leistungsbereitschaft und Engagement für die Sicherheit der Bevölkerung". Besonders gratulierte er dem Wallstadter Feuerwehrmann und CDU-Bezirksbeirat Christian Rückold. Er hatte erst am Tag zuvor beim Deutschen Feuerwehrmarathon die Bronzemedaille geholt. Vier Stunden und sechs Minuten brauchte er für die 42 Kilometer – "eine Riesenleistung", so Specht anerkennend.
Der von Specht übergebene Ford-Transporter verfügt über acht Sitzplätze – die gar nicht reichten für all die Abgeordneten und Stadträte, die eigens wegen des Fahrzeugs in Wallstadt vorbeischauten. Künftig sollen mit dem auf den Funkrufnamen "Florian 22/19" hörenden Wagen sowohl Einsatzkräfte als auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr transportiert werden, er verfügt über Werkzeug und Absperrmaterial sowie Funktisch, kann als Einsatz- und Abschnittsleitung dienen.
Ausbau oder Neubau?
Er löst einen zwölf Jahre alten Kleintransporter ab. Die Anschaffung sei "Teil eines ehrgeizigen Programms", den Investitionsstau bei Gebäuden und Fahrzeugen der Feuerwehr "in großen Schritten aufzuholen", sagte Specht. Zugleich sagte er zu, dass im nächsten Doppelhaushalt der Stadt "eine erste Planungsrate" zur Verbesserung der, wie er einräumte, "unzulänglichen räumlichen Situation" der Wallstadter Feuerwehr eingesetzt werde. Man müsse aber prüfen, "ob es sich lohnt, das Dach auszubauen, oder ob wir ganz anders denken müssen", deutete Specht auch Überlegungen Richtung Neubau an.
Zunächst herrschte aber Andrang im und um das derzeitige Gerätehaus im Mudauer Ring. Obwohl es morgens geregnet hatte, war Heiko Sohn "sehr zufrieden" mit der Zahl der Besucher, die mehrere teils spektakuläre Übungen von Jugend und aktiven Feuerwehrleuten bestaunten. Am Grillstand bildete sich eine lange Schlange, und die Ochsenbrust war schnell ausverkauft. Neben ihrem neuen Wagen und ihren drei Löschfahrzeugen konnten die Wallstadter auch ein Umwelt-Messfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Neckarau und die Drehleiter präsentieren, mit der Kameraden der Abteilung Innenstadt angerückt waren.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 14.06.2013

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.