ZWEI EINSÄTZE AN EINEM TAG

Am Donnerstag den 25.03.2010 um 15:50 Uhr ertönte der erste Abteilungsalarm. Im Käfertaler Wald wurde eine Flächenbrand gemeldet. Jedoch konnten die ersten Einsatzeinheiten kein Feuer entdecken. Die Abteilung Wallstadt konnte um diese Uhrzeit bereits nach sieben Minuten abrücken und war nach weiteren 3 Minuten am Käfertaler Wald. Durch einen aufmerksamen Fahrradfahrer wurden die Kameraden auf den von der Strasse schwer einsehbaren Brandherd hingewiesen. Durch die geländegängigen Einsatzfahrzeuge der Freiwillige Feuerwehr Mannheim war es kein Problem ausserhalb der befestigten Strasse zu operieren. Eine circa 20 bis 30 quadratmetergroße Wald loderte noch etwas. Die feuchte Witterung der vorausgegangenen Tage hatte dafür gesorgt, dass kein größerer Schaden entstand. Da das Einsatzfahrzeug LF8/6 über einen internen Wassertank von 1.000 Liter und einer Schnellangriffshaspel verfügt, war es kein Problem den Flammen und restlichen Brandnestern den Gar aus zu machen. !.000 Liter sind für eine solche Fläche nicht viel, aber wenn man die Wasserabgabe taktisch klug vornimmt, kann auch wassersparend gelöscht werden. Gerade wenn die nächste Wasserquelle, wie ein Hydrant oder ein offenes Gewässer, weiter entfernt sind, ist eine solche Vorgehensweise für den Löscherfolg sehr wichtig. Diese Zielgerichte Wasserabgabe wird auch Flächenbränden im Sommer angewendet, wenn die Wiesen und das Unterholz sehr trocken ist. Nach
30 Minuten war der Einsatz beendet. Nach einem Kontrollgang des Einsatzleiters und Gruppenführer des Einsatzfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Patrick Lenz konnten die Kameraden wieder in das allstädter FeuerwehrHaus einrücken.

Gegen 17:00 Uhr war die Einsatzbereitschaft des Einsatzfahrzeuges und der Mannschaft wieder hergestellt. Gerätschaften und der Fahrzeuginnenraum mussten gesäubert und der Wassertank wieder aufgefüllt werden.

Um 18:21 trauten dann viele Kameraden ihren Augen nicht, als ein weiterer Alarm aus ihren Funkmeldeempfängern ertönte. Mit etwas Misstrauen erschienen viele im FeuerwehrHaus, ob es wirklich sein konnte, dass die Abteilung ein zweites Mal am Tag alarmiert wurde. Und es war so, in der Benjamin-Franklin-Village wurde ein Wohnungsbrand gemeldet. Bei diesem Einsatzstichwort sind Ergänzungsfahrzeuge zum normalen Löschzug vorgeschrieben. Da anscheinend die Anfahrt eines weiteren Löschzuges der Berufsfeuerwehr zu lange gedauert hätte oder andere Berufsfeuerwehreinheiten im Einsatz waren, wurde ein zweites Mal am Tag die Abteilung Wallstadt alarmiert. 12 Minuten nach Alarmierung traf das erste Fahrzeug der Freiwilligen Wehr am Einsatzort ein. Dort stellten Sie für die eingesetzten Atemschutztrupps im Brandobjekt den Sicherheitstrupp. Das bedeutet, wenn ein Mitglied des Trupps einen Unfall erleidet, wird dieser Sicherheitstrupp sofort in Gang gesetzt um in diesem Fall die Kollegen der Berufsfeuerwehr retten zu können. Hierzu besitzt auch jedes Ersteinsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr eine Rettungtasche. Sie sieht wie eine größere robuste Reisetasche aus, in der ein weiteres Atemschutzgerät und ein Bergetuch enthalten ist. Hätten die eingesetzten Einheiten der Berufsfeuerwehr keinen Löscherfolg erzielt, wären die Kameraden als zweite Welle zum Löschangriff vorgegangen. Glücklicherweise war jedoch die
Berufsfeuerwehr so schnell vor Ort und im Löschangriff, dass das Feuer keine Chance hatte auf weitere Gebäudeteile sich auszuweiten.

Gegen 19:30 waren die Einheit auch wieder im Wallstadter FeuerwehrHaus und hatte Fahrzeug und Material wieder einsatzbereit gemacht.
Positiv an diesem ganz besonderen Tag war die schnelle Einsatzfähigkeit der Abteilung durch schnelles erscheinen der ehrenamtlichen Kameraden und durch sofort einsetzbare funktionierende Technik. Sehr lobenswert ist, dass Arbeitgeber ihre ehrenamtlichen tätigen Arbeitnehmer für Feuerwehreinsätze freistellen. Nachdem Feuerwehrgesetz sind sie hierzu zwar verpflichtet, trotzdem
ist das Verständnis und die Bereitschaft Arbeitnehmer kurzfristig für Feuerwehreinsätze frei zu stellen, nicht selbstverständlich. So fuhr das erste Fahrzeug bei beiden Einsätzen mit mehr als der Mindestbesatzung vom Hof. Beim ersten Einsatz war es sogar bis zum letzten Platz voll besetzt. Die Abteilung stellte mit den verbliebenen Löschfahrzeugen den Stadtschutz sicher.

ES

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