Unwettereinsatz – Sturmtief Xynthia wirbelte Mannheim durcheinander

Unwettereinsatz

Sturmtief Xynthia wirbelte

Mannheim durcheinander

Freiwillige Feuerwehr Mannheim Wallstadt mit allen drei Löschfahrzeugen in ganz Mannheim unterwegs

Am Sonntag den 28.02.2010 um 13:52h wurde die Abteilung Wallstadt per Funkmeldeempfänger alarmiert. Bereits bei der Anfahrt in das FeuerwehrHaus war der starke Sturm mit seinen Folgen zu sehen und zu spüren. Da die Kameradinnen und Kameraden mit eigenen Fahrrad oder PKW sowie zu Fuß in das Feuerwehrhaus gelangen, ist bei solchen extremen Unwettern bereits auf dem Weg dorthin höchste Vorsicht geboten.

Um 13:57 Uhr meldete sich das erste Fahrzeug einsatzbereit. Mit dem Ersteinsatzfahrzeug LF8/6 lassen sich fast alle Standard-Einsatzlagen eigenständig abarbeiten. Die Mannheimer Feuerwehrleitstelle erteilte auch sofort dem LF8/6 einen Einsatzauftrag. Somit war um 14:00 Uhr das erste Fahrzeug zur Hilfeleistung unterwegs. Kurz danach wurden die beiden weiteren Löschfahrzeuge vom Typ LF16Ts mit entsprechender Mannschaft einsatzbereit gemeldet. Um 14:15 Uhr erhielten diese beiden Fahrzeuge ebenfalls Einsatzaufträge.

Die Koordinierung der Einsatzaufträge erfolgt über die Feuerwehrleitstelle in der Feuerwache Mitte am Mannheimer Hauptbahnhof. Bei zahlreichen Einsatzstellen waren umgefallene Bäume, abgebrochene Baumstämme, umher fliegende Bauteile, Reklameschilder oder Dachziegel zu entfernen, um Schäden an Mensch, Tier und Kraftfahrzeugen vorzubeugen. Bedingt durch den starken Wind mit teilweise extremen Windböen war das stellen und steigen von Leitern ein hohes Wagnis. Da in keinem Einsatz akut Menschenleben in Gefahr war, wurde solche Aktionen vermieden. Teilweise blieb den Wehrleuten nicht anderes übrig, als Gehwege und Straßen vor herab fallenden Dachziegeln oder Fensterläden abzusperren.

Auch in Wallstadt war die Wallstadter Wehr unterwegs. Ein entwurzelter Baum drohte in mehrere Gärten zu fallen. Den Anwohner wurde empfohlen die Rollläden zu schließen und nicht in den Garten zu gehen. Als der Wind abflachte konnte der Baum dann auch sicher zu Fall gebracht werden. Während des Sturmes war ein sicheres und kontrolliertes Fällen nicht möglich.

Die insgesamt 25 Einsätze für alle drei Löschfahrzeuge erstreckten sich über das ganze Stadtgebiet von Blumenau bis Rheinau. Ein Schwerpunktstadtteil, wie es bei Unwettereinsätzen in den letzten Jahren üblich war, konnte nicht festgestellt werden. Es stürmte einfach überall in Mannheim. Nur an Freiflächen wie dem Rhein oder bei direkt an Feldern gelegenen Häusern fühlten sich die Windgeschwindigkeiten deutlich stärker an.

Gegen 21:30 Uhr waren alle Fahrzeuge wieder im Feuerwehrhaus. Somit leisteten die Blauröcke der freiwilligen Wehr einen wichtigen ehrenamtlichen Einsatzdienst zum Wohle der Allgemeinheit. Letztlich ist dieser Megasturm noch glimpflich über Mannheim hinweg gezogen. Glück hatten die Mannheimer, dass der Sturm am Sonntag wütete, an dem es keinen Berufsverkehr gab. Auch waren viele Freiwillige Einheiten Sonntags schnell einsatzbereit.

Damit auch in Zukunft freiwillige Helfer aktiviert werden können, ist ein Angebot der Stadt an die Ehrenamtlichen notwendig, vor allem ein Angebot das motiviert. Denn nur durch Motivation und Wertschätzung kann dieser qualifizierte Freiwilligendienst der Allgemeinheit zu Gute kommen.

/Artikel/ES/02.03.2010

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