Jahreshauptversammlung 30.03.2009

Heiko Sohn ging in seinem Bericht insbesondere auf die notwendige Erweiterung des Feuerwehrhauses Wallstadt ein. So sind die sanitären und hygienischen Zustände bereits länger unzumutbar, Frauen sind praktisch nicht vorgesehen. Die Kameradinnen ziehen sich in der ehemaligen Dusche um, zu der sie nur durch die Männertoilette gelangen. Umkleiden können sich die Wehrmänner nur in der Fahrzeughalle. Durch die fehlende Abgasabzugsanlage gelangt zudem krebseregende Rußpartikel in hoher Dosierung in die private Kleidung der Kameraden, die in den Spinnten in der Halle hängt. Neueste Studien haben belegt, dass Dieselrußpartikel in geschlossenen Räumen besonders schädlich sind. Auch sind die Räumlichkeiten sehr beengt, so dass nicht alle Kameraden gleichzeitig in dem Lehrraum ausgebildet werden können. Auch die Jugendarbeit ist auf Dauer nicht mehr zu gewährleisten, da de facto kein Platz für Jugendarbeit ist. Als Lösung bietet sich eine Aufstockung des Flachdaches durch ein Spitzdach an, welches entsprechend ausgebaut werden kann. Die Wallstädter Blauröcke wollen zuerst jedoch die Machbarkeit prüfen lassen. Diese Prüfung und Erstellung eines Raumkonzeptes müssen jedoch Gelder bereit gestellt werden. Bei einer Aufstockung würde die Wehr auf jeden Fall dem Stadtteil  Wallstadt erhalten bleiben. Trotz aller Notwendigkeit ist den Wallstädter Floriansjüngern klar, dass es natürlich auch andere wichtige Investitionsprojekte wie undichte Fenster in Schulen und Kindergärten der Stadt gibt. Dementsprechend umsichtig sind die Forderungen an die gewählten Vertreter der Bürgerschaft auch gerichtet. Schliesslich sind die Bezirksbeiräte und Stadträte auch ehrenamtlich für die Bürger im Einsatz.

Aber es gab auch erfreuliche Nachrichten, so konnten 5 junge Kameraden, die im Jahr 2008 den Grundlehrgang bestanden haben in den eigenen Reihen begrüßt werden. Des Weiteren wurden zwei Kameraden erfolgreich zu Gruppenführern weitergebildet. In der Lehrgangszeit von 2 Wochen, bekommen die Kameraden das Handwerkszeug zum führen eines Fahrzeugs und der Mannschaft beigebracht.

Erfreulich war auch die Beförderung von vier Kameraden, die der stellvertretende  Branddirektor Karlheinz Gremm durchführte. Zum Löschmeister wurden die Kameraden Florian Lienhard und Patrick Lenz befördert, Oberlöschmeister dürfen sich jetzt Philipp Jakobi und Patrick Herschmann nennen, die auf Grund ihres Engagement und erfolgreich absolvierten Lehrgängen befördert wurden.

In einer kurzen Ansprache ging Karlheinz Gremm die Herausforderung der nächsten Monate ein, so findet die vfdb-Tagung für Brandschutz nach 57 Jahren wieder in Mannheim statt. Des Weiteren ging er auf die baulichen Veränderungen der Feuerwache Nord, dem FeuerwehrHaus Feudenheim und dem Neubau in Friedrichsfeld ein. Er bedankte sich ausdrücklich für das ehrenamtliche Engagement, ohne welches es keinen effektiven Brandschutz in Mannheim gäbe. Zwar gibt es in Mannheim eine Berufsfeuerwehr, jedoch werden immer öfter zusätzliche Kräfte benötigt. Diese wichtige Zuarbeit würde die Freiwillige Feuerwehr leisten und somit einen wichtigen Beitrag zur Gefahrenabwehr der Stadt Mannheim liefern.

Zum Schluss bedankte sich der Stadtrat und Fraktionsvorsitzende der Bündnis90‘Grünen für das wichtige Engagement und hofft dass die Freiwilligen Helfer in der Not weiter gedeiht. Der Bezirksbeiratssprecher der CDU in Wallstadt Rüdiger Löb sagte, dass er Wallstädter Interessen stets unterstützen würde und das Erweiterungsvorhaben begrüßt. Er freue sich jedesmal, wenn seine Enkel von der Feuerwehr schwärmen, wenn diese zum Beispiel von den vielen Kinderspielen am Tag der offenen Tür berichten.

Der nächste Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr in Wallstadt ist von 11:30h bis 17:30h  am 14.06.2009 im FeuerwehrHaus Mudauer Ring 5.

Enrico Starck , Stellv.Abteilungskommandant

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