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Schließt die Schranke richtig ? - Bericht des Mannheimer Morgen

Kategorie: Presse Erstellt: Sonntag, 10. Mai 2015 Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 10. Mai 2015 Veröffentlicht: Sonntag, 10. Mai 2015 Geschrieben von Markus Martin

Stadtbahnlinie 4: Nach dem jüngsten Unfall an der Alemannenstraße diskutieren Anwohner über die Sicherheit des Bahnübergangs

Schließt die Schranke richtig? 

Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid 

 

Gestern Nachmittag funktionierten Schranke und Lichtsignal in Wallstadt-Ost korrekt.

©  lang
 

Was ist mit der Schranke am Bahnübergang in der Alemannen- bzw. Gotenstraße in Wallstadt los? Nachdem vor zwei Wochen ein 47-Jähriger in seinem Auto mit einem aus Heddesheim bei offener Schranke herannahenden Zug der Stadtbahnlinie 4 kollidierte, diskutieren die Anwohner in Wallstadt-Ost jetzt über die Sicherheit des Bahnübergangs.

Polizei ermittelt noch 

Nach Polizeiangaben war der Mann wohl zumindest kurzzeitig in seinem Auto eingeklemmt, aber wohl bis zum Eintreffen der Rettungskräfte von Passanten aus seiner misslichen Lage befreit worden. Wegen des Unfalls ermittelt die Polizei nach einem Zeugenaufruf (0621/1 74 41 40) noch, denn es scheint unklar, ob nun Schranke und Rotlicht nicht funktionierten, oder ob das Rotlicht zwar eingeschaltet, die Schranke aber nicht geschlossen war. Polizeisprecher Kranz konnte dazu aber noch keine Angaben machen.

Bei den Rhein-Neckar-Verkehrsbetrieben (RNV) sind zumindest in letzter Zeit keine "Auffälligkeiten" an dem Bahnübergang bekannt, wie Sprecherin Melanie Wolf auf Anfrage erklärte. Natürlich werde die Signalanlage im Zusammenhang mit dem Unfall gründlich überprüft, Ergebnisse waren gestern aber noch nicht zugänglich.

Auch darüber, dass es in der Vergangenheit ähnliche Unfälle in Wallstadt gegeben habe, konnte man weder bei der RNV noch im Polizeipräsidium Angaben machen. Anwohner Eckhard Junghahn hat aber beobachtet: "Die Schranke hat schon wiederholt nicht vorschriftsmäßig funktioniert", wie er dem "MM" mitteilte. Und tatsächlich hat es in der Vergangenheit an dieser Stelle bereits Zwischenfälle gegeben. Im Zeitungs-Archiv findet sich sogar ein Bericht über einen ähnlichen Unfall vom Juni 2004, damals betrug der Sachschaden rund 12 000 Euro.

Größere Unfälle scheinen aber doch die Ausnahme zu sein. Zumindest wusste Polizeisprecher Kranz nichts von besonderen Unfallhäufungen an dem Bahnübergang. Dass die Schranke aber "gefühlt" häufig nicht richtig schließt, regt die Anwohner in Wallstadt ziemlich auf: "Gottseidank passiert da nicht mehr", sagt die junge Mutter und schiebt ihren Kinderwagen in Richtung Haltestelle.

Allerdings haben Schienenfahrzeuge auch dann Vorrang, wenn Schranke und Lichtsignal nicht funktionieren - so schreibt's die Straßenverkehrsordnung vor. Bei Nichtbeachtung kann sogar ein saftiges Bußgeld fällig werden.

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 07.05.2015

Rätsel nach Brand in Hochhaus - Bericht des Mannheimer Morgen

Kategorie: Presse Erstellt: Sonntag, 10. Mai 2015 Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 10. Mai 2015 Veröffentlicht: Sonntag, 10. Mai 2015 Geschrieben von Markus Martin

Vogelstang: Flammen schlagen aus den Fenstern

Rätsel nach Brand im Hochhaus 

Erst dramatische Minuten, dann Rätselraten nach einem Hochhausbrand auf der Vogelstang. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt nicht nur, was den Brand in der beim Ausbruch des Feuers unbewohnten Zwei-Zimmer-Wohnung ausgelöst hat, sie konnten bisher auch die dort gemeldete Bewohnerin nicht finden. In den Räumen sei, so schildern es Einsatzkräfte, "ein ziemliches Durcheinander" gewesen, Einbruchspuren fanden sich indes nicht.        

Es ist gegen 10.58 Uhr am Donnerstag, als ein Anwohner die Feuerwehr alarmiert. Die ersten Beamten sehen, dass Flammen aus den Fenstern einer Wohnung im 22. Stockwerk des Hauses Freiberger Ring 2 schlagen. Daraufhin wird Großalarm ausgelöst, die Löschzüge aller drei Wachen der Berufsfeuerwehr rasen auf die Vogelstang. Schließlich gelten bei einem Hochhausbrand strenge Einsatzregeln, da immer mit der Evakuierung vieler Bewohner gerechnet werden muss.

Ehrenamtliche alarmiert 

Doch diesmal brennt es ganz oben, im obersten Stockwerk - der Rauch zieht also ab, ohne dass er jemand schaden kann. Drei Trupps unter Atemschutz sind sofort im Einsatz. Sie öffnen mit einer Ramme die Tür, bekommen die Flammen mit einem Strahlrohr schnell in den Griff. "Steigleitung und Feuerwehraufzug waren in Ordnung, das ganze Hochhaus-Rettungskonzept hat prima funktioniert", lobt Einsatzleiter Klaus Sieber. Seine Leute lüften dann noch, danach übergeben sie die Wohnung an die Polizei. Sie ist unbewohnbar. Der Schaden wird auf rund 80 000 Euro geschätzt.

35 Beamte - praktisch alle hauptamtlichen Feuerwehrleute der Schicht - waren zumindest anfangs auf der Vogelstang im Einsatz. Für eventuelle Paralleleinsätze wurden Ehrenamtliche der Abteilungen Nord, Innenstadt, Feudenheim und Wallstadt der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert und in die Gerätehäuser beordert. Tatsächlich kommt es, ebenso auf der Vogelstang, zu einem Mülltonnenbrand, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Wallstadt ausrückt. pwr

© Mannheimer Morgen, Samstag, 02.05.2015

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